Werbung in ChatGPT Am 18. August 2026 wurde angekündigt, ChatGPT Ads auf insgesamt 31 europäische Märkte auszuweiten. Deutschland gehört ausdrücklich dazu. Die Einführung soll ab der Woche des 24. August 2026 beginnen.
ChatGPT Ads sind bezahlte Anzeigen, die passend zu einer Unterhaltung innerhalb von ChatGPT eingeblendet werden können. Die Werbung wird dabei deutlich als gesponserter Inhalt gekennzeichnet und von der eigentlichen Antwort getrennt dargestellt.
Unternehmen können sich somit nicht in eine normale ChatGPT-Antwort einkaufen. OpenAI betont ausdrücklich, dass Anzeigen keinen Einfluss darauf haben, welche Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen ChatGPT innerhalb seiner Antworten nennt oder empfiehlt.
Die Werbeanzeigen können unter anderem aus Unternehmensname, Überschrift, Beschreibung, Bild und einem Link zur jeweiligen Website bestehen.
Ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Suchmaschinenwerbung liegt darin, wie Nutzer ihre Anfrage formulieren.
Bei Google könnte eine typische Suche beispielsweise lauten:
"Photovoltaik Anbieter Stuttgart"
Bei ChatGPT könnte die gleiche Suche wesentlich ausführlicher ausfallen:
"Wir möchten auf unserem Einfamilienhaus bei Stuttgart eine Photovoltaikanlage installieren. Das Dach hat ungefähr 80 Quadratmeter und wir überlegen zusätzlich einen Batteriespeicher einzubauen. Worauf sollten wir achten und welche Anbieter kommen dafür infrage?"
In diesem Fall kennt das System bereits deutlich mehr über den tatsächlichen Bedarf: Region, Immobilientyp, Größe, gewünschte Ausstattung und die aktuelle Entscheidungsphase.
Auch bei ChatGPT Ads können Werbetreibende festlegen, für welche Themen und Situationen ihr Angebot relevant ist. OpenAI verwendet hierfür unter anderem sogenannte "Context Hints".
Für einen Photovoltaik-Anbieter könnten dies beispielsweise folgende Themen sein:
Diese Angaben funktionieren jedoch nicht wie klassische Exact-Match-Keywords. Entscheidend ist vielmehr, ob eine Anzeige zur jeweiligen Unterhaltung, zur Zielseite und zur aktuellen Absicht des Nutzers passt.
Für die Kampagnenplanung bedeutet dies: Neben der klassischen Keyword-Recherche werden künftig auch Fragen, Probleme, Interessen und typische Entscheidungssituationen einer Zielgruppe wichtiger. Genau hier setzt auch unser Leistungsbereich KI-Marketing mit GEO und GEA an.
ChatGPT wird längst nicht mehr nur genutzt, um einfache Wissensfragen zu beantworten. Nutzer vergleichen Produkte, informieren sich über Dienstleistungen, planen Anschaffungen und lassen sich verschiedene Möglichkeiten erklären.
Gerade für Unternehmen mit beratungsintensiven Produkten oder Dienstleistungen kann das interessant sein. Ein Nutzer hat möglicherweise bereits mehrere Fragen gestellt, sein Budget genannt und verschiedene Alternativen verglichen, bevor eine passende Anzeige erscheint.
Werbung kann dadurch in einer Phase ausgespielt werden, in der ein konkretes Interesse bereits vorhanden ist.
Lokale DienstleisterWer innerhalb von ChatGPT gezielt nach einem Anbieter in seiner Region sucht, hat häufig bereits einen konkreten Bedarf.
Erklärungsbedürftige ProdukteBei technischen Produkten, Software oder B2B-Leistungen werden vor einer Entscheidung häufig mehrere Fragen gestellt und verschiedene Lösungen miteinander verglichen.
Hochwertige Produkte und ImmobilienJe größer die Investition, desto umfangreicher ist meist die Recherche. Genau hier werden KI-Systeme zunehmend zur Vorbereitung einer Entscheidung eingesetzt.
Online-ShopsAuch für den E-Commerce baut OpenAI seine Werbemöglichkeiten aus. Händler können Produktdaten bereitstellen und daraus passende Anzeigen erstellen lassen.
Bei der Abrechnung setzt OpenAI auf Modelle, die aus dem klassischen Online-Marketing bereits bekannt sind.
CPC (Cost per Click):
Kosten entstehen, wenn ein Nutzer tatsächlich auf eine Anzeige klickt.
CPM (Cost per Mille):
Hier erfolgt die Abrechnung nach jeweils 1.000 Einblendungen einer Anzeige.
Conversion-optimierter CPC:
Das System versucht dabei, Anzeigen verstärkt an Nutzer auszuspielen, bei denen nach dem Klick eine gewünschte Aktion wahrscheinlicher ist.
OpenAI nennt aktuell einen maximalen CPC von ungefähr 3 bis 5 US-Dollar als möglichen Ausgangspunkt für CPC-Kampagnen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen festen Marktpreis. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem vom Gebot, dem Wettbewerb und der Relevanz einer Anzeige ab.
Für Deutschland liegen derzeit noch keine belastbaren Durchschnittswerte zu Klickpreisen oder Conversion-Raten vor.
Wie bei modernen Suchmaschinen-Werbesystemen entscheidet nicht ausschließlich das höchste Gebot über die Ausspielung.
OpenAI berücksichtigt verschiedene Faktoren, darunter:
Eine gut strukturierte und klar formulierte Landingpage dürfte damit auch bei ChatGPT Ads eine wichtige Rolle spielen. Inhalte sollten eindeutig vermitteln, welche Leistungen angeboten werden, für wen sie geeignet sind und welche Fragen damit beantwortet werden.
Interessant ist dabei die Verbindung zu bestehenden SEO- und GEO-Maßnahmen: Gute Inhalte, eine klare Seitenstruktur und eindeutig beschriebene Leistungen helfen nicht nur bei Google, sondern schaffen auch eine wichtige Grundlage für KI-Systeme. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zum KI-Marketing und zur Optimierung für generative Suchsysteme.
Auch beim Tracking orientiert sich OpenAI an etablierten Performance-Marketing-Systemen.
Im Ads Manager können unter anderem folgende Werte ausgewertet werden:
Mit dem OpenAI Pixel und einer Conversions API lassen sich beispielsweise Kontaktanfragen, Verkäufe oder Registrierungen erfassen.
Zusätzlich können klassische Tracking-Parameter verwendet werden. Dadurch lässt sich auch in bestehenden Analyse-Systemen nachvollziehen, welche Besucher über ChatGPT Ads auf eine Website gelangt sind.
Gerade bei Werbung innerhalb eines KI-Assistenten ist die Trennung zwischen Unterhaltung und Werbung besonders wichtig.
OpenAI gibt an, keine privaten Chatverläufe an Werbetreibende weiterzugeben. Unternehmen erhalten beispielsweise Informationen zu Einblendungen, Klicks und Conversions, jedoch keinen Zugriff auf einzelne Gespräche oder persönliche Daten der Nutzer.
Auch bestimmte sensible Themenbereiche sind von der Werbung ausgeschlossen. Dazu gehören beispielsweise persönliche Gesundheitsfragen oder politische Themen.
Die eigentliche ChatGPT-Antwort bleibt zudem unabhängig von der Werbung. Anzeigen werden separat und als gesponserter Inhalt gekennzeichnet.
ChatGPT Ads werden nicht allen Nutzern angezeigt.
OpenAI sieht Werbung derzeit für Nutzer der Angebote Free und Go vor. Die kostenpflichtigen Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei.
Auch minderjährigen Nutzern sollen keine Anzeigen angezeigt werden.
Die potentielle Werbereichweite entspricht damit nicht automatisch der gesamten Anzahl der ChatGPT-Nutzer.
OpenAI hat am 18. August 2026 angekündigt, ChatGPT Ads auf insgesamt 31 europäische Märkte auszuweiten. Deutschland ist Teil dieses Rollouts. Die Einführung soll ab der Woche des 24. August 2026 beginnen.
Zum Start erfolgt der Zugang zunächst unter anderem über OpenAI selbst sowie ausgewählte Agentur- und Technologiepartner.
Ein allgemein verfügbarer Self-Service Ads Manager, über den Unternehmen Kampagnen ähnlich wie bei Google Ads selbst anlegen können, soll laut OpenAI später folgen.
Stand 20. August 2026 ist Deutschland noch nicht in der offiziellen Liste der regulär freigeschalteten Self-Service-Märkte enthalten. Unternehmen können ihr Interesse an ChatGPT Ads jedoch bereits bei OpenAI hinterlegen.
Mit ChatGPT Ads entsteht neben der organischen Optimierung ein zweiter wichtiger Bereich des KI-Marketings.
Generative Engine Optimization (GEO) beschäftigt sich damit, wie Unternehmen innerhalb von ChatGPT, Gemini, Perplexity und anderen generativen Systemen organisch sichtbar werden können.
Die bezahlte Variante wird zunehmend als Generative Engine Advertising (GEA) bezeichnet.
Die Systematik lässt sich gut mit dem klassischen Suchmaschinenmarketing vergleichen:
SEO = organische Sichtbarkeit in Suchmaschinen
SEA = bezahlte Werbung in Suchmaschinen
GEO = organische Sichtbarkeit in generativen KI-Systemen
GEA = bezahlte Werbung in generativen KI-Systemen
Als gemeinsamer Oberbegriff wird hierfür zunehmend auch Generative Engine Marketing (GEM) verwendet. Einen Überblick über diese Bereiche und unsere Leistungen finden Sie auf unserer Seite KI-Marketing: GEO & GEA.
Davon ist aktuell nicht auszugehen. Google Ads verfügt über eine enorme Reichweite und eine über viele Jahre entwickelte Werbeplattform. ChatGPT Ads befindet sich dagegen noch in einer vergleichsweise frühen Phase.
Wir sehen den neuen Kanal deshalb zunächst als Ergänzung zu bestehenden SEO- und SEA-Maßnahmen.
Besonders interessant wird sein, wie gut sich Nutzer anhand ihres Gesprächskontextes erreichen lassen und welche Kosten letztendlich für qualifizierte Anfragen oder Verkäufe entstehen.
Erst die kommenden Monate werden zeigen, für welche Branchen und Produkte sich ChatGPT Ads besonders gut eignen.
KI-Sichtbarkeit prüfenWie wird Ihr Unternehmen aktuell von ChatGPT und anderen KI-Systemen wahrgenommen? Werden Ihre Leistungen bei relevanten Fragen genannt oder berücksichtigt?
Inhalte eindeutig aufbauenProdukte, Leistungen, Zielgruppen und Einsatzmöglichkeiten sollten auf der Website klar beschrieben werden. Davon profitieren SEO, GEO und zukünftig auch KI-Werbekampagnen.
Typische Kundenfragen analysierenWelche Fragen stellen Kunden vor einer Anfrage oder einem Kauf? Welche Informationen benötigen sie für ihre Entscheidung? Diese Themen werden im KI-Marketing zunehmend wichtiger.
Conversion-Tracking vorbereitenAnfragen, Verkäufe und andere wichtige Aktionen sollten zuverlässig gemessen werden können. Nur so lässt sich später feststellen, ob ChatGPT Ads tatsächlich wirtschaftlich funktionieren.
Mit ChatGPT Ads entsteht ein interessanter neuer Bereich des Online-Marketings. Besonders spannend ist dabei nicht allein eine zusätzliche Werbefläche, sondern die Möglichkeit, Nutzer innerhalb konkreter Recherche- und Entscheidungssituationen zu erreichen.
Wie hoch Reichweite, Klickpreise und Conversion-Raten in Deutschland tatsächlich ausfallen werden, muss sich allerdings erst zeigen. Der Markt steht noch am Anfang und belastbare Erfahrungswerte fehlen bislang.
Für Unternehmen dürfte es deshalb sinnvoll sein, ChatGPT Ads zunächst als zusätzlichen Kanal zu testen und die Ergebnisse mit bestehenden Maßnahmen zu vergleichen.
Sie möchten wissen, wie sichtbar Ihr Unternehmen bereits heute in ChatGPT & Co. ist oder welche Möglichkeiten KI-Marketing für Ihr Unternehmen bietet? Sprechen Sie uns gerne an.
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